Weil ich den Neffen nicht nur Naschkram schenken wollte, habe ich den beiden noch eben ein paar Stifteaufberwahrungstäschlein gebastelt.
Für den großen Neffen, der aktuell wie verrückt Comics malt, gab es ein paar Filzstifte in einem einfachen Mäppchen, wie ich mir ja auch eins genäht habe. Ruckzuck fertig und der grüne Sternenstoff, den ich im Bastelladen gefunden habe, passt auch prima zum Kind.
Für den kleinen Neffen gab es Buntstifte in einer schicken Stifterolle. Wie man die macht, kann man in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung auf dem Blog 'Das mach ich nachts' erfahren.Am schönsten finde ich, dass jedem Stift sein Zuhause anhand eines farblich passenden Stoffstreifens zugeordnet werden kann. Das macht das Stiftewiedereinräumen sogar noch ein bisschen spannender.
Es ist nicht die erste Stifterolle dieser Art, die hier entstanden ist. Schon zu Weihnachten habe ich eine für das Inselkind genäht - Fotos aber mal wieder vergessen. Dafür aber schon genau beobachtet, dass die Rolle in Gebrauch ist und auch mit in den Urlaub kam.
Nicht unterschätzen sollte man aber unbedingt, den Arbeitsaufwand, der hinter diesem Projekt steckt. Vor allem die passende (farblich und von der Größe) Stoffstückchen zu finden nimmt viel Zeit in Anspruch. Umso schöner aber, wenn die Freude groß und man selber mit dem Ergebnis zufrieden ist.
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Sonntag, 12. April 2015
Sonntag, 15. Juni 2014
Lazing on a Sunday Afternoon
Ein Wochenende mit Sonnenschein - also zumindest heute am Sonntag.
Ein Wochenende mit Zeit zum Ausschlafen, Faulenzen, Energie tanken und von den großen Ferien träumen.
Als Kind war ich in den Ferien oft bei meiner Großmutter, die eine Haushälfte und einen Garten in einer Kleinstadt nahe Dresden hatte. Wir haben draußen gefrühstückt - dafür hat meine Omi mir Milchbrötchen aus der Kaufhalle direkt auf der Herdplatte aufgebacken - und Mittag gegessen und am Nachmittag gab es auf der Decke kalten Kakao aus einer Plastetasse mit Abziehbildern. Meine Cousine war oft zum Spielen da, ich habe mir den Bauch mit Kirschen, Klaräpfeln, Eierpflaumen und Himbeeren vollgeschlagen, mit Omi Spargel geerntet und abgewogen, viel gemalt und am Abend nach dem Baden Tiersendungen geguckt. Alles hatte seine bestimmten Abläufe, Gerüche, Geräusche und Geschmäcker.
Heute war so ein Tag wie Omi und Sommerferien und Kakao auf der Decke. Also habe ich die Decke auf der Terrasse ausgerollt und mich mit Buch und einer Tasse Tee in die Sonne gesetzt, gelesen, den Möwen zugehört und von meinen Großeltern geträumt.
Die Decke ist schon vor ca. zwei Jahren entstanden.
Als wir hierher nach Rostock und damit näher an den Ostseestrand zogen, musste eine geeignete und vor allem gut tragbare Picknick- und Stranddecke her. Die richtige Anleitung fand ich in einem Büchlein des TOPP-Verlages, es heißt Nähen für draußen.
Die Decke wurde aus mehreren Streifen zusammengesetzt und ich erinnere mich, dass nicht alle Stoffe, die ich nehmen wollte die richtige Breite hatten. Zusammengesucht habe ich dann einfach möglichst große Stoffstücke, die Blau in sich hatten und daraus die Decke gebastelt. Auf der Unterseite hat sie eine Wachstuchdecke (die ich wegen des Wellenmusters extra für diese Decke von einer Dienstreise nach Leipzig mitgebacht habe). So kann man sich auch gut mal auf schmutzigerem Untergrund oder feuchtem Gras niederlassen. Leider hatte ich mich mich beim Ausmessen irgendwie vertan und die Wachstuchunterseite viel zu klein zugeschnitten. Naja, ich konnte es retten, indem ich das fehlende einfach wieder rangenäht habe. Viel schlimmer war aber, dass beim Wenden der Decke dann die Wachstuchseite eingerissen ist. Mit Tränen in den Augen habe ich diesen Riss mit recht dilettantischen Stichen per Hand geflickt.
Überhaupt war das Nähen eine ziemliche Aktion Mit ihrer Größe und dem entsprechenden Gewicht war es nicht einfach, die Nähte gerade zu halten, irgendwie rutschte mir die Decke immer wieder vom Tisch.
Mit dem Ergebnis war und bin ich dennoch recht zufrieden, auch wenn ich nach wie vor finde, dass einer der Stoffe nicht wirklich dazu passt und ich die Reparaturstiche immer nahe am Körper trage, so dass sie keiner sieht. Am Strand (und in ihrer zusammengerollten Form mit Trageschlaufe auf dem Weg dahin) macht sie eine gute Figur und bietet genug Platz für zwei große Leute zu Faulenzen und für eine Tante und ihre sandfüßigen Neffen zum Rumsitzen und Geschichten vorlesen und dabei Waffeln und jede Menge Pfirsiche naschen.
Der Mann kann leider noch nicht wieder auf der Decke hocken.
Trotzdem nun auch die Kreuzband-OP überstanden ist (war vor etwas mehr als vier Wochen), der Liebslingsmann schon wieder ohne Krücken gehen darf und sich unser Leben wieder etwas mehr normalisiert, ist an Hinknien oder an den Sandstrand gehen leider noch nicht zu denken. Ich wünsche mir, dass das im Juli und August schon anders aussieht und wir - wie im letzten Jahr - eine Nach-Der-Arbeit-Schwimmrunde einlegen und am Strand Abendbrot essen können.
Der Opi zur Ferien-Omi war übrigens Schneider von Beruf. Als ganz kleines Mädchen durfte ich ab und an mit in seine Werkstatt, auf dem Zuschneidetisch sitzen und mit Schneiderkreide auf Stoff malen.
Zu gern wüsste ich, was er zu meinen Nähversuchen heute so zu sagen hat und wie gern würde ich ihn das eine oder andere fragen.
Ein Wochenende mit Zeit zum Ausschlafen, Faulenzen, Energie tanken und von den großen Ferien träumen.
Als Kind war ich in den Ferien oft bei meiner Großmutter, die eine Haushälfte und einen Garten in einer Kleinstadt nahe Dresden hatte. Wir haben draußen gefrühstückt - dafür hat meine Omi mir Milchbrötchen aus der Kaufhalle direkt auf der Herdplatte aufgebacken - und Mittag gegessen und am Nachmittag gab es auf der Decke kalten Kakao aus einer Plastetasse mit Abziehbildern. Meine Cousine war oft zum Spielen da, ich habe mir den Bauch mit Kirschen, Klaräpfeln, Eierpflaumen und Himbeeren vollgeschlagen, mit Omi Spargel geerntet und abgewogen, viel gemalt und am Abend nach dem Baden Tiersendungen geguckt. Alles hatte seine bestimmten Abläufe, Gerüche, Geräusche und Geschmäcker.
Heute war so ein Tag wie Omi und Sommerferien und Kakao auf der Decke. Also habe ich die Decke auf der Terrasse ausgerollt und mich mit Buch und einer Tasse Tee in die Sonne gesetzt, gelesen, den Möwen zugehört und von meinen Großeltern geträumt.
Die Decke ist schon vor ca. zwei Jahren entstanden.
Als wir hierher nach Rostock und damit näher an den Ostseestrand zogen, musste eine geeignete und vor allem gut tragbare Picknick- und Stranddecke her. Die richtige Anleitung fand ich in einem Büchlein des TOPP-Verlages, es heißt Nähen für draußen.
Die Decke wurde aus mehreren Streifen zusammengesetzt und ich erinnere mich, dass nicht alle Stoffe, die ich nehmen wollte die richtige Breite hatten. Zusammengesucht habe ich dann einfach möglichst große Stoffstücke, die Blau in sich hatten und daraus die Decke gebastelt. Auf der Unterseite hat sie eine Wachstuchdecke (die ich wegen des Wellenmusters extra für diese Decke von einer Dienstreise nach Leipzig mitgebacht habe). So kann man sich auch gut mal auf schmutzigerem Untergrund oder feuchtem Gras niederlassen. Leider hatte ich mich mich beim Ausmessen irgendwie vertan und die Wachstuchunterseite viel zu klein zugeschnitten. Naja, ich konnte es retten, indem ich das fehlende einfach wieder rangenäht habe. Viel schlimmer war aber, dass beim Wenden der Decke dann die Wachstuchseite eingerissen ist. Mit Tränen in den Augen habe ich diesen Riss mit recht dilettantischen Stichen per Hand geflickt.
Überhaupt war das Nähen eine ziemliche Aktion Mit ihrer Größe und dem entsprechenden Gewicht war es nicht einfach, die Nähte gerade zu halten, irgendwie rutschte mir die Decke immer wieder vom Tisch.
Mit dem Ergebnis war und bin ich dennoch recht zufrieden, auch wenn ich nach wie vor finde, dass einer der Stoffe nicht wirklich dazu passt und ich die Reparaturstiche immer nahe am Körper trage, so dass sie keiner sieht. Am Strand (und in ihrer zusammengerollten Form mit Trageschlaufe auf dem Weg dahin) macht sie eine gute Figur und bietet genug Platz für zwei große Leute zu Faulenzen und für eine Tante und ihre sandfüßigen Neffen zum Rumsitzen und Geschichten vorlesen und dabei Waffeln und jede Menge Pfirsiche naschen.
Der Mann kann leider noch nicht wieder auf der Decke hocken.
Trotzdem nun auch die Kreuzband-OP überstanden ist (war vor etwas mehr als vier Wochen), der Liebslingsmann schon wieder ohne Krücken gehen darf und sich unser Leben wieder etwas mehr normalisiert, ist an Hinknien oder an den Sandstrand gehen leider noch nicht zu denken. Ich wünsche mir, dass das im Juli und August schon anders aussieht und wir - wie im letzten Jahr - eine Nach-Der-Arbeit-Schwimmrunde einlegen und am Strand Abendbrot essen können.
Der Opi zur Ferien-Omi war übrigens Schneider von Beruf. Als ganz kleines Mädchen durfte ich ab und an mit in seine Werkstatt, auf dem Zuschneidetisch sitzen und mit Schneiderkreide auf Stoff malen.
Zu gern wüsste ich, was er zu meinen Nähversuchen heute so zu sagen hat und wie gern würde ich ihn das eine oder andere fragen.
Montag, 3. März 2014
Faschingskostüm Teil 2
Neben dem kleinen gibt es auch noch einen großen Lieblingsneffen, der auch viele kreative Ideen hat, fetzige Sachen bastelt und hier als Ferienkind mit mir zusammen auch schon ganz tolle Dinge umgesetzt hat.
Sein Faschingskostümwunsch, der nun endlich doch konkret wurde, war: Pommes!
Ja nun, wie kann man das wohl angehen? Gelbes Shirt? Gelbe Leggins? Ketchup?
Dass Leggins für den 9jährigen nicht die richtige Idee sind, wurde mir recht schnell klargemacht. Genäht habe ich dann also ein gelbes Shirt (bei dem mir erst als das Kind es anhatte auffiel, dass es 3/4 Ärmel hat) mit Ketchupapplikation - vorn und hinten- und einer kleinen Tasche, in der die vom Lieblingsmann ausgeschnittene und bemalte Pommesgabel steckt.
Untenherum trägt der Neffe eine Pumphose aus Sweatshirtstoff.
Erschreckenderweise musste alles schon in Größe 146 genäht werden und das Gruselige daran ist, dass es wirklich passt.Wunderbar finde ich dagegen, dass mit dem Kostüm der Geschmack und die Ideen des Kindes getroffen wurden.
Sein Faschingskostümwunsch, der nun endlich doch konkret wurde, war: Pommes!
Ja nun, wie kann man das wohl angehen? Gelbes Shirt? Gelbe Leggins? Ketchup?
Dass Leggins für den 9jährigen nicht die richtige Idee sind, wurde mir recht schnell klargemacht. Genäht habe ich dann also ein gelbes Shirt (bei dem mir erst als das Kind es anhatte auffiel, dass es 3/4 Ärmel hat) mit Ketchupapplikation - vorn und hinten- und einer kleinen Tasche, in der die vom Lieblingsmann ausgeschnittene und bemalte Pommesgabel steckt.
Untenherum trägt der Neffe eine Pumphose aus Sweatshirtstoff.
Erschreckenderweise musste alles schon in Größe 146 genäht werden und das Gruselige daran ist, dass es wirklich passt.Wunderbar finde ich dagegen, dass mit dem Kostüm der Geschmack und die Ideen des Kindes getroffen wurden.
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