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Sonntag, 12. April 2015

... und noch eins

Weil ich den Neffen nicht nur Naschkram schenken wollte, habe ich den beiden noch eben ein paar Stifteaufberwahrungstäschlein gebastelt.

Für den großen Neffen, der aktuell wie verrückt Comics malt, gab es ein paar Filzstifte in einem einfachen Mäppchen, wie ich mir ja auch eins genäht habe. Ruckzuck fertig und der grüne Sternenstoff, den ich im Bastelladen gefunden habe, passt auch prima zum Kind.


Für den kleinen Neffen gab es Buntstifte in einer schicken Stifterolle. Wie man die macht, kann man in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung auf dem Blog 'Das mach ich nachts' erfahren.Am schönsten finde ich, dass jedem Stift sein Zuhause anhand eines farblich passenden Stoffstreifens zugeordnet werden kann. Das macht das Stiftewiedereinräumen sogar noch ein bisschen spannender.


Es ist nicht die erste Stifterolle dieser Art, die hier entstanden ist. Schon zu Weihnachten habe ich eine für das Inselkind genäht - Fotos aber mal wieder vergessen. Dafür aber schon genau beobachtet, dass die Rolle in Gebrauch ist und auch mit in den Urlaub kam.

Nicht unterschätzen sollte man aber unbedingt, den Arbeitsaufwand, der hinter diesem Projekt steckt. Vor allem die passende (farblich und von der Größe) Stoffstückchen zu finden nimmt viel Zeit in Anspruch. Umso schöner aber, wenn die Freude groß und man selber mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Sonntag, 22. März 2015

Samstagnachmittagschnellprojekt

Ich habe keinen zweiten Vornamen, aber wenn ich einen hätte - da bin ich mir ganz sicher - dann wäre er Chaos. Wenn ich es zusammenrechnen würde, habe ich sicher schon ganze Tage mit dem Suchen nach Schlüsseln, Hausschuhen, Unterlagen, Telefonen, Reisepässen, Büchern, Ladekabeln, meinem Geld und allem, was man mal so suchen kann verplämpert.

Weil ich auch meine Stifte oft einfach so in meine Taschen oder Rucksäcke schmeiße, wühle ich häufig auch nach ihnen, was mir vor meinen Seminarteilnehmer/innen schon so ein bisschen peinlich ist. Seit ich mir Anfang letzten Jahres eine Sammlung toller Kugelschreiber in verschiedenen Farben zugelegt habe und mit ihnen die Eintragungen in meinem Kalnder sortiere (wegen weniger Chaos im Kalender und Kopf), habe ich vor, mir ein kleines Stiftemäppchen zu nähen. Wozu hat man den Reißvershclüsse, eine Auswahl schönster Stoffe und das entsprechende Gerät zu Hause ...

Gemacht hatte ich es natürlich wie immer nicht. Nachdem ich aber fast unter Tränen die gesamte Wohnung nach dem grünen Stift durchwühlen musste und mich wieder über mich selbst geärgert habe, wurde es nun endlich Zeit.




Erledigt war die ganze Sache dann in weniger als 30 Minuten - Stoff rausgesucht, zwei Rechtecke geschnitten, Reißverschluss eingenäht, offene Stellen verschlossen, umgewendet und mit den Stiften befüllt. Funktioniert und gefällt.



Mittwoch, 25. Februar 2015

Freude machen

Das allerschönste am Nähen ist für mich das Verschenken und die Freude derjenigen, die die Geschenke bekommen. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass an meiner Nähmaschine kaum etwas für mich ganz alleine entsteht.
Die Chance eine große Freude zu machen hatte ich am letzten Wochenende. Das nämlich war das letzte Wochenende einer äußerst spannenden Weiterbildung. Beide Trainerinnen waren anwesend und die Seminargruppe konnte sich gebührend bei ihnen bedanken und sie bis zu einem (hoffentlich baldigen) Wiedersehen verabschieden.


Verschenken wollten wir etwas Schönes und Praktisches, etwas, dass die beiden in ihren Seminaren auch wirklich nutzen können. Also habe ich Mappen erfunden, in die Flipchartmarker, Wachsmalkreisen und sonstige Werkzeuge zur Visualiserung in Seminaren einsortiert, transportiert und aufbewahrt werden können.
Schick fand ich die Idee, die Mappen auch irgendwie aufstellen zu können, um die Stifte bequem rausziehen zu können.




Die schönen Baumwollstoffe habe ich bei Mira ergattert und einmal mehr festgestellt, wie gefährlich es ist, einen so tollen Stoffladen nur 5 Minuten von zu Hause entfernt zu haben. Kompliziert war die Umsetzung der Mappen eigentlich nicht. Etwas aufwändig fand ich die 13 Täschlein für die einzelnen Stifte und es ärgert mich, dass sie etwas zu weit geworden sind und die Stifte beim Zusammenklappen der Mappen leicht rausrutschen. Stolz bin ich allerdings auf die Technik, die die beiden Seiten im aufgestellten Zustand festhält, eine kleine eingenähte Filzwurst ist der Trick und man kann sogar Pinnadeln hineinstecken.
Meine Liebslingstasche ist übrigens die für den Teebeutel - so ein Beruhigungstee nach einem langen Trainingstag kann wunder wirken, finde ich (und offenbar bin ich nicht die Einzige, die so denkt).

Das allererste Mal in meiner "Schneiderinnenkarriere" habe ich darüber nachgedacht, ein Nähwerk für mich selbst zu behalten. Das Verschenken war dann aber so ein schöner Moment, dass ich es nicht bereut habe, die Mappen aus der Hand gegeben zu haben. Fest steht aber, für mich (und sicher auch für meine Weiterbildungskommiliton/innen) wird es auch so eine Mappe geben.





Mittwoch, 18. Februar 2015

Schummelgeschenk

Ey, Katja, was ist das denn für ein Schummelgeschenk? fragt mich der Minineffe an seinem Geburtstag im Flur, wo er seine Geschenke nach meiner Ankuft direkt aus der Kiste mit der Aufschrift "Vorsicht, lebende Tiere" rauswühlt.
Drin verstecken sich ein kleiner Plüschdackel und ein gelbes Etwas mit bunten Punkten - das Schummelgeschenk.



Der Dackel: Verknallt hatte ich mich in Frido. Ein Hündchen, das nach dem kostenlosen Schnittmuster von Titatoni genäht werden kann. Der Plan war, einen bunten Hund zu nähen - sollte ja für's Kinderzimmer sein. Beim Wühlen in der Stoffkiste stieß ich aber auf den verfilzten Wollstoff, der früher mal eine Herrestrickjacke aus einem Second-Hand-Laden war. Prima für das Hundetier. Bisschen bunt sollte aber doch sein, deshalb haben die Unterseiten der Dackelohren bunte Punkte.


Der Dackel fühlte sich unter den Arm des Minineffen geklemmt gleich (ACHTUNG!) pudelwohl, durfte in sein Bett einziehen und spielt nun auch im Puppentheater tragende Rollen.


Hinter dem Schummelgeschenk verbirgt sich etwas Praktisches und für den Neffenblick nicht sofort Ersichtliches. Zum Geburtstag gab es von Mama und Papa nämlich ein Hochbett und damit in der Nacht Bücher, Spielzeug oder Stifte nicht den erholsamen Schlaf stören, sollten ein paar Taschen her. Geschneidert habe ich sie aus buntem Pünktchenstoff (keine Angst, kein Dackel musste seine Ohren dafür lassen) und roter Baumwolle.
Befestigt werden sie am Rausfallschutz mit Plastikdruckknöpfen, die angeblich im Dunklen leuchten.



Der erste Test zeigt, Bücher finden darin gut Platz und auch das Hundetier könnte theoretisch in der Tasche übernachten, wenn es im Arm des kleinen Herrchens nicht viel gemütlicher wäre.


PS: Dass der Neffengeburtstag zeitlich vor der Faschingsparty und Vollendung des Papageien liegt, weiß ja hier keiner. Aber wenn man nicht aus'm virtuellen Knick kommt, muss man die chronologische Richtigkeit eben vernachlässigen.