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Sonntag, 22. März 2015

Samstagnachmittagschnellprojekt

Ich habe keinen zweiten Vornamen, aber wenn ich einen hätte - da bin ich mir ganz sicher - dann wäre er Chaos. Wenn ich es zusammenrechnen würde, habe ich sicher schon ganze Tage mit dem Suchen nach Schlüsseln, Hausschuhen, Unterlagen, Telefonen, Reisepässen, Büchern, Ladekabeln, meinem Geld und allem, was man mal so suchen kann verplämpert.

Weil ich auch meine Stifte oft einfach so in meine Taschen oder Rucksäcke schmeiße, wühle ich häufig auch nach ihnen, was mir vor meinen Seminarteilnehmer/innen schon so ein bisschen peinlich ist. Seit ich mir Anfang letzten Jahres eine Sammlung toller Kugelschreiber in verschiedenen Farben zugelegt habe und mit ihnen die Eintragungen in meinem Kalnder sortiere (wegen weniger Chaos im Kalender und Kopf), habe ich vor, mir ein kleines Stiftemäppchen zu nähen. Wozu hat man den Reißvershclüsse, eine Auswahl schönster Stoffe und das entsprechende Gerät zu Hause ...

Gemacht hatte ich es natürlich wie immer nicht. Nachdem ich aber fast unter Tränen die gesamte Wohnung nach dem grünen Stift durchwühlen musste und mich wieder über mich selbst geärgert habe, wurde es nun endlich Zeit.




Erledigt war die ganze Sache dann in weniger als 30 Minuten - Stoff rausgesucht, zwei Rechtecke geschnitten, Reißverschluss eingenäht, offene Stellen verschlossen, umgewendet und mit den Stiften befüllt. Funktioniert und gefällt.



Mittwoch, 25. Februar 2015

Freude machen

Das allerschönste am Nähen ist für mich das Verschenken und die Freude derjenigen, die die Geschenke bekommen. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass an meiner Nähmaschine kaum etwas für mich ganz alleine entsteht.
Die Chance eine große Freude zu machen hatte ich am letzten Wochenende. Das nämlich war das letzte Wochenende einer äußerst spannenden Weiterbildung. Beide Trainerinnen waren anwesend und die Seminargruppe konnte sich gebührend bei ihnen bedanken und sie bis zu einem (hoffentlich baldigen) Wiedersehen verabschieden.


Verschenken wollten wir etwas Schönes und Praktisches, etwas, dass die beiden in ihren Seminaren auch wirklich nutzen können. Also habe ich Mappen erfunden, in die Flipchartmarker, Wachsmalkreisen und sonstige Werkzeuge zur Visualiserung in Seminaren einsortiert, transportiert und aufbewahrt werden können.
Schick fand ich die Idee, die Mappen auch irgendwie aufstellen zu können, um die Stifte bequem rausziehen zu können.




Die schönen Baumwollstoffe habe ich bei Mira ergattert und einmal mehr festgestellt, wie gefährlich es ist, einen so tollen Stoffladen nur 5 Minuten von zu Hause entfernt zu haben. Kompliziert war die Umsetzung der Mappen eigentlich nicht. Etwas aufwändig fand ich die 13 Täschlein für die einzelnen Stifte und es ärgert mich, dass sie etwas zu weit geworden sind und die Stifte beim Zusammenklappen der Mappen leicht rausrutschen. Stolz bin ich allerdings auf die Technik, die die beiden Seiten im aufgestellten Zustand festhält, eine kleine eingenähte Filzwurst ist der Trick und man kann sogar Pinnadeln hineinstecken.
Meine Liebslingstasche ist übrigens die für den Teebeutel - so ein Beruhigungstee nach einem langen Trainingstag kann wunder wirken, finde ich (und offenbar bin ich nicht die Einzige, die so denkt).

Das allererste Mal in meiner "Schneiderinnenkarriere" habe ich darüber nachgedacht, ein Nähwerk für mich selbst zu behalten. Das Verschenken war dann aber so ein schöner Moment, dass ich es nicht bereut habe, die Mappen aus der Hand gegeben zu haben. Fest steht aber, für mich (und sicher auch für meine Weiterbildungskommiliton/innen) wird es auch so eine Mappe geben.