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Dienstag, 17. Februar 2015

Und nächstes Jahr, Katja, geh' ich als Vulkan ...

Pünktlich zu Fasching bin ich endlich mal wieder hier unterwegs. Schändlich vernachlässigt habe ich im letzten Jahr viel, viel zu viel ... auch das virtuelle Kreativtagebuch, auch das Kreativsein.

Gründe gab es dafür reichlich, die möchte ich nun aber endlich ein für alle Mal abhaken. Und wie ginge das besser als mit einer Kostümidee des Minineffen. So wie ich hier im letzten Jahr begonnen habe, steige ich nun einfach wieder ein und versuche es noch einmal ganz neu, mit mir und der virtuellen Welt.

Gewünscht hat sich der Neffe schon direkt nach der letzten Faschingsparty ein Papageienkostüm, weil er dann den Erzieherinnen im Kindergarten den ganzen Tag alles nachsagen kann, ohne dass sie schimpfen. Bunt sollte es sein, mit vielen Farben außer schwarz, pink und lila. Gesagt getan, möchte man meinen, war ja lange genug Zeit zum Überlegen, Materialkauf, Schnittesuchen oder -basteln und Loslegen.
Hah! Was wäre denn ein Nähwerk ohne Panik und Mitternachtsschicht???
Kaum etwas wert in diesem Hause.


Genäht wurde es aus zwei Kindershirts: aus einem wurde die Kaputze der Papageienkopf, in das andere wurden Flügel mit Federn (aus ollen T-Shirts geschnitzt) eingepasst, oben ein Schnabel und ein paar Papageienaugen dran, dazu rote Leggins, fertig ist die Laube.
(Dann muss man ja eigentlich auch nicht zwingend vor 21 Uhr am Vorabend der Übergabe beginnen, oder? NEIN, so schlimm war es diesmal ganz in Wirklichkeit nicht.)



Die Übermittlung, da für den Postweg schon zu spät, fand wieder in Berlin, diesmal beim konspirativen Treffen mit der Neffengroßmutter statt. Der Neffengroßvater (aka der Mathematikervater) hat das Kostüm dann  pünktlich an Ort und Stelle gebracht und dieses Foto beweist: Der Junge weiß einfach, was ihm steht.




Ich freue mich, wie verrückt über die Kinderfreude und die Aufregung vor der Party und ziehe meinen Hut vor dem Kostümplan fürs nächste Jahr: ein Vulkan.
Spätestens wenn der am Kind hängt, lesen wir uns hier wieder.

Montag, 3. März 2014

Faschingskostüm Teil 2

Neben dem kleinen gibt es auch noch einen großen Lieblingsneffen, der auch viele kreative Ideen hat, fetzige Sachen bastelt und hier als Ferienkind mit mir zusammen auch schon ganz tolle Dinge umgesetzt hat.

Sein Faschingskostümwunsch, der nun endlich doch konkret wurde, war: Pommes!
Ja nun, wie kann man das wohl angehen?  Gelbes Shirt? Gelbe Leggins? Ketchup?

Dass Leggins für den 9jährigen nicht die richtige Idee sind, wurde mir recht schnell klargemacht. Genäht habe ich dann also ein gelbes Shirt (bei dem mir erst als das Kind es anhatte auffiel, dass es 3/4 Ärmel hat) mit Ketchupapplikation - vorn und hinten- und einer kleinen Tasche, in der die vom Lieblingsmann ausgeschnittene und bemalte Pommesgabel steckt.




Untenherum trägt der Neffe eine Pumphose aus Sweatshirtstoff.



Erschreckenderweise musste alles schon in Größe 146 genäht werden und das Gruselige daran ist, dass es wirklich passt.Wunderbar finde ich dagegen, dass mit dem Kostüm der Geschmack und die Ideen des Kindes getroffen wurden.

Sonntag, 2. März 2014

Schlaf gut

Heute war ein spannender und richtig schöner Tag. Ziemlich kurzentschlossen fand die Kostümübergabe an den kleinen Hotzenplotz und seinen großen Bruder nun doch nicht auf dem Postweg sondern ganz persönlich statt. Getroffen haben wir uns dafür "auf halber Strecke" in Berlin.
Für die Neffenzwerge war es eine Überraschung und ihren Gesichtern nach zu urteilen, eine ziemlich gelungene.Der Hotzenplotzhut wurde sofort aufprobiert und wollte gar nicht wieder runter vom kleinen Jungenschopf.

Bewundert wurden alle Kostümteile und auch hier möchte ich den Rest meiner Basteleien nicht verschweigen. Dass so ein richtiger Hotzenplotz auch im Schlaf in der Rolle bleiben muss, habe ich hier ja schon einmal erwähnt. Rotgeringelt müsse dieses Nachtgewand sein und Schlafsocken gehörten ganz selbstverständlich dazu. Das habe ich aus den Angaben und der Modezeichnung gemacht:


Damit ganz klar ist, wessen Schlafanzug das ist, habe ich die Hotzenplotzzeichnung des Minineffen auf das Oberteil kopiert - wurde wiedererkannt!
.


Der gesamte Schlafanzug sieht nun folgendermaßen aus:


Laut Aussage des Minineffen ist der Schlafanzug das Beste am ganzen Kostüm, weil keine anderes Kind so einen Schlafanzug hat und er nach Katja & Lieblingsmann riecht. Dank moderner Technik habe ich heute Abend auch schon Tragefotos gesehen und was soll ich sagen, am Kind sieht der Schlafanzug natürlich richtig prima aus.

Freitag, 28. Februar 2014

Catching up

Guck mal an, schon wieder sind über zwei Wochen ins Land gegangen, seit ich mich hier gemeldet habe. Wieder waren die Wochen voller Arbeit und voller Termine und Entscheidungen (die noch nicht alle bis zu Ende getroffen sind).

Jetzt aber habe ich mir eine Pause erlaubt um auszuschlafen und Energie zu tanken und um aufzuholen.

Die Faschingsparty im Kindergarten ist quasi nur noch um die Ecke und der Hotzenplotz fertiggestellt. Auch wenn ich die "Zielgerade" am 14.02. und offensichtlich auch den Finaletermin am 26.02. verpasst habe wandert das Kostüm noch schnell zu malamü, wo ich schon die vielen anderen Ideen und ihre Umsetzung bewundern konnte.


 
Der Hut hat nun seine lange Feder, die ich nachdem ich mir in Bastel- und Einrichtungsläden die Füße rundgelaufen habe im Kaufhaus in der Faschingsabteilung fand (duh!). Ursprünglich sah sie etwas puscheliger aus, also habe ich sie ein wenig mit der Schere bearbeitet und dann am Hut festgenäht. Ziemlich hotzenplotzig, oder?

Woran erkennt man den Hotzenplotz (außer an großer Nase und großem Hut)? Ja, genau, sieben Messer stecken in seinem Gürtel. Auch die habe ich genäht. Ein Beutel Filzreste aus dem Heimatpaket bot das perfekte Ausgangsmaterial.

  

Die Messer habe ich am Gürtel befestigt, damit sie nicht herausrutschen und verloren gehen.

Insgesamt sieht das Ensemble dann so aus:


Verpackt in einem großen Karton ist das Kostüm nun auf dem Weg zum Minineffen und hach, bin ich gespannt, ob es passt und gefällt.

Sonntag, 9. Februar 2014

Familienprojekt

Oben und unten ist der Hotzenplotz jetzt bekleidet. Hut und Socken sind fertig!
Nun muss ich "nur noch" ...

Die Entwicklung des Hutes wuchs übrigens mehr oder weniger zum Familienprojekt aus. Bewaffnet mit einem Wollfaden, der den Kopfumfang des Minineffens zeigt, wollte ich mich an die Schneiderei machen. Der Hut brauchte ja eine Krempe und einen Kegel, der aber nicht komplett spitz zuläuft, sondern sich oben wieder etwas verbreitert.Eine Krempe war schnell aufgezeichnet und zurechtgeschnitten. Zur Gestaltung des Mittelteils tauchten dann aber doch einige Fragen auf - Wie hoch muss der Hut sein? Setze ich den Kegel aus einem oder mehreren Stücken zusammen? Wie schneide ich zu, dass der zusammengesetzte Kegel einen geraden Boden hat? etc.



Nachdem ich mit meiner Logik nicht so recht weiterkam und mich der Lieblingsmann mit seinen Geometriekenntnissen nicht wirklich überzeugen konnte, musste der Mathematikervater ran. Lustigerweise wusste auch er nicht sofort eine Antwort auf die Fragen, meldete sich aber ca. 2 min nach unserem ersten Telefonat mit Formerln und Erläuterungen zum Thema Kreissegment. Ich habe fleißig mitgeschrieben und zunächst auch verstanden, was ich machen soll, die Näherei dann aber doch auf später verschoben.
Gestern Abend habe ich mich dann herangewagt. Alles hat wunderbar funktioniert und ineinander gepasst.




Mir gefällt das Ergebnis. Wirklich fast wie im Buch, even if I do say so myself.
Ich weiß, die große rote Feder fehlt noch. Dafür habe ich mir schon die Füße rundgelaufen und nichts gefunden!

Freitag, 31. Januar 2014

Weiter geht's

Ganz insgesamt ist Zeitmanagement nicht mein Freund, vieles erledige ich in Nachtaktionen und rede mir dabei ein, erst unter Druck wirklich kreativ sein zu können. Deadlinejunkie nennt meine Kollegin mich.
Besonders schlimm wird es dann, wenn ich noch nicht einmal Zeit zum Managen oder Verplempern habe. So auch die letzten zwei Wochen. Zwei dreitägige Dienstreisen, eine davon längs durch die Republik, und ein Haufen der sich im Büro stapelt, haben mich ziemlich geschlaucht. So ist es auch gleich still geworden in und um mein Kreativtagebuch.

Heute "muss" ich aber. Im Karnevals Sew-Along von malamü geht es in die nächste Runde und da möchte ich natürlich auch berichten.

Den Minineffen habe ich am letzten Wochenende gesehen und gesprochen (und selbstverständlich auch bespielt). Der Hotzenplotz-Kostümwunsch ist auch weiter aktuell.
Die Materialien sind gekauft, zusammengesucht und gewaschen und die passenden Schnitte ausgwählt.

Zu sehen die Ausgangsmaterialien für Hotzenplotz-Oberteil und Hose und den Hotzenplotz-Schlafanzug mit roten Ringeln (der lila Fleecestoff gehört aber zu einem anderen Projekt)


Heute konnte ich den Filz für den Räuberhut begutachten und als geeignet einordnen.


Die dieswöchige Dienstreise führte nach Berlin (was in mehrfacher Hinsicht toll war), wo ich in einem Second-Hand-Kaufhaus auch mögliche Hotzenplotzgürtel erbeuten konnte:


Den grauen finde ich ziemlich toll, weiß aber nicht, wie genau das Neffenkind auf Details achtet und ob er vielleicht lieber einen braunen Gürtel möchte. Die Entscheidung verschiebe ich auf später (und hole mir noch ein paar maßgebliche Meinungen ein).

Einen kleinen Echtfortschritt habe ich aber auch noch vorzuweisen. Die Schlafsocken, die selbstverständlich zum Räuberschlafanzug gehören und natürlich ebenfalls Streifen haben müssen, sind schon als soche zu erkennen.
Dem geschulten Blick entgeht dabei wohl nicht, dass eine der Socken rot ist und weiße Streifen hat, die andere dagegen weiß mit roten Ringeln. Hab ich mit Absicht so gemacht.


Samstag, 18. Januar 2014

Ringelsocken und Langzeitprojekte

Socken braucht er übrigens auch, der Hotzenplotzschlafanzug. Rotgeringelt müssen sie sein.
War eigentlich klar, oder?
Macht aber nichts, die ergeben nämlich ein ziemlich gutes Zugprojekt.

Ich pendle jeden Tag zur Arbeit. Von Tür zu Tür brauche ich anderthalb bis zwei Stunden. Einen Großteil der Strecke lege ich, wie ziemlich viele andere Rostocker, im Zug nach Schwerin zurück. Manchmal schlafe ich, meist lese ich aber und ab und an lasse ich auch die Stricknadeln klappern. Kleinprojekte wie Socken sind dafür ideal.
Für Hotzenplotzschlafsocken sind die Maschen aufgenommen und die ersten Proberingel gestrickt - Schuhgröße 28 ist allerdings auch nicht so eine große Herausforderung. (Der Lieblingsmann trägt 48, da wird das Sockenstricken öfter zur Geduldsprobe.)


Das Stricken habe ich mir übrigens vor ca. 5 Jahren selbst beigebracht. Der Anfang war gar nicht so leicht, aber irgendwann hat es 'Klick' gemacht. (Den vielen Online-Tutorials sei Dank!)
Mein erstes Projekt war eine Sofadecke für die Greifswalder Wohnung. Aus vielen Quadraten, an denen ich verschiedene Strickmuster ausprobiert habe wurde sie zusammengesetzt. Als Perfektionistin hatte ich mich aber irgandwann an den vielen kleinen Fehlern sattgesehen. Also habe ich die Decke wieder auseinander genommen. Ich wollte sie noch ein mal neu, schöner und besser machen.

Die Idee: Strickpatchwork nach Horst Schulz. Das Muster: Doppelmuscheln.
Voller Enthusiasmus bin anfangs an die Arbeit gegangen; so eine Doppelmusschel dauert an sich auch nicht so lang. So nach und nach hat sich das Strickwerk aber nun zum Langzeitprojekt entwickelt. In einem Korb auf dem Bücherregal wohnen alle fertigen Doppelmuscheln und Wollreste und rufen (leider) nur ganz leise nach mir und meinen Stricknadeln. In den letzten 2,5 Jahren sind entsprechend erst 16 Doppelmuscheln entstanden. Für eine Decke, mit der sich (wenn mal wieder die Heizung für 5 Tage ausfällt) zwei Menschen zudecken können braucht es aber noch eine ganze Menge mehr.
Vielleicht sollte ich daraus auch Zugprojekte machen?

So bequem lagert die zukünftige Sofadecke.

Doppelmuscheln, die mal irgendwann zusammengestrickt werden.

16 habe ich schon.