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Samstag, 11. April 2015

Noch ein Ei

Neben einem Beutelhäschen für den Lieblingsmann sind am Osterwochenende noch schnell zwei neue Bezüge für unsere kleinen Zusatzkissen entstanden, damit man sie auch wenn der Bezug gewaschen wird benutzen kann.

seins

Inzwischen gehen solche Sachen ja so fix von der Nadel, dass man sie fertigstellen kann, während der Mann mal eben schnell was einkaufen geht.


meins

Als Überraschung lag das Kissen dekoriert mit einem Osterei am Abend auf dem Bett. Kurz nachdem der Lieblingsmann in sein Bett schlich kam er jubelnd aus dem Schlafzimmer gestürzt, in der Hand das Schokoei (und keine Bemerkung zum Kissen). Etwas überrascht ließ ich ihn wieder abziehen. Weitere zwanzig Sekunden später kam er dann erneut aus dem Zimmer geflitzt: er hatte es endlich entdeckt.
Schokoholic eben.

Sonntag, 15. Juni 2014

Lazing on a Sunday Afternoon

Ein Wochenende mit  Sonnenschein - also zumindest heute am Sonntag.
Ein Wochenende mit Zeit zum Ausschlafen, Faulenzen, Energie tanken und von den großen Ferien träumen.

Als Kind war ich in den Ferien oft bei meiner Großmutter, die eine Haushälfte und einen Garten in einer Kleinstadt nahe Dresden hatte. Wir haben draußen gefrühstückt - dafür hat meine Omi mir Milchbrötchen aus der Kaufhalle direkt auf der Herdplatte aufgebacken - und Mittag gegessen und am Nachmittag gab es auf der Decke kalten Kakao aus einer Plastetasse mit Abziehbildern. Meine Cousine war oft zum Spielen da, ich habe mir den Bauch mit Kirschen, Klaräpfeln, Eierpflaumen und Himbeeren vollgeschlagen, mit Omi Spargel geerntet und abgewogen, viel gemalt und am Abend nach dem Baden Tiersendungen geguckt. Alles hatte seine bestimmten Abläufe, Gerüche, Geräusche und Geschmäcker.
Heute war so ein Tag wie Omi und Sommerferien und Kakao auf der Decke. Also habe ich die Decke auf der Terrasse ausgerollt und mich mit Buch und einer Tasse Tee in die Sonne gesetzt, gelesen, den Möwen zugehört und von meinen Großeltern geträumt.


Die Decke ist schon vor ca. zwei Jahren entstanden.
Als wir hierher nach Rostock und damit näher an den Ostseestrand zogen, musste eine geeignete und vor allem gut tragbare Picknick- und Stranddecke her. Die richtige Anleitung fand ich in einem Büchlein des TOPP-Verlages, es heißt Nähen für draußen.
Die Decke wurde aus mehreren Streifen zusammengesetzt und ich erinnere mich, dass nicht alle Stoffe, die ich nehmen wollte die richtige Breite hatten. Zusammengesucht habe ich dann einfach möglichst große Stoffstücke, die Blau in sich hatten und daraus die Decke gebastelt. Auf der Unterseite hat sie eine Wachstuchdecke (die ich wegen des Wellenmusters extra für diese Decke von einer Dienstreise nach Leipzig mitgebacht habe). So kann man sich auch gut mal auf schmutzigerem Untergrund oder feuchtem Gras niederlassen. Leider hatte ich mich mich beim Ausmessen irgendwie vertan und die Wachstuchunterseite viel zu klein zugeschnitten. Naja, ich konnte es retten, indem ich das fehlende einfach wieder rangenäht habe. Viel schlimmer war aber, dass beim Wenden der Decke dann die Wachstuchseite eingerissen ist. Mit Tränen in den Augen habe ich diesen Riss mit recht dilettantischen Stichen per Hand geflickt.

 

Überhaupt war das Nähen eine ziemliche Aktion Mit ihrer Größe und dem entsprechenden Gewicht war es nicht einfach, die Nähte gerade zu halten, irgendwie rutschte mir die Decke immer wieder vom Tisch.
Mit dem Ergebnis war und bin ich dennoch recht zufrieden, auch wenn ich nach wie vor finde, dass einer der Stoffe nicht wirklich dazu passt und ich die Reparaturstiche immer nahe am Körper trage, so dass sie keiner sieht. Am Strand (und in ihrer zusammengerollten Form mit Trageschlaufe auf dem Weg dahin) macht sie eine gute Figur und bietet genug Platz für zwei große Leute zu Faulenzen und für eine Tante und ihre sandfüßigen Neffen zum Rumsitzen und Geschichten vorlesen und dabei Waffeln und jede Menge Pfirsiche naschen.


Der Mann kann leider noch nicht wieder auf der Decke hocken.
Trotzdem nun auch die Kreuzband-OP überstanden ist (war vor etwas mehr als vier Wochen), der Liebslingsmann schon wieder ohne Krücken gehen darf und sich unser Leben wieder etwas mehr normalisiert, ist an Hinknien oder an den Sandstrand gehen leider noch nicht zu denken. Ich wünsche mir, dass das im Juli und August schon anders aussieht und wir  - wie im letzten Jahr  - eine Nach-Der-Arbeit-Schwimmrunde einlegen und am Strand Abendbrot essen können.
 

Der Opi zur Ferien-Omi war übrigens Schneider von Beruf. Als ganz kleines Mädchen durfte ich ab und an mit in seine Werkstatt, auf dem Zuschneidetisch sitzen und mit Schneiderkreide auf Stoff malen.
Zu gern wüsste ich, was er zu meinen Nähversuchen heute so zu sagen hat und wie gern würde ich ihn das eine oder andere fragen.

Mittwoch, 19. März 2014

Rettungsanker


Drei- bis viermal pro Woche muss der Lieblingsmann nun mit seinen Gehhilfen die vielen steilen Treppen aus der Dachgeschosswohnung nach unten und auch wieder hinauf steigen. Dass ich dabei viele Kilometer weit weg in meinem Büro hocke, macht mich ganz unruhig. Nicht, dass ich den Zweimetermann im Falle eines Falles auffangen könnte, aber mir wäre es doch wohler, ich könnte neben ihm gehen und die eine Krücke tragen, die beim Hinabsteigen nicht gebraucht wird.

Auch in der Wohnung ist es mit den beiden Krücken gar nicht so leicht. So richtig hin- und hertransportieren lassen sich nur leichte Dinge, die nach Möglichkeit einen Henkel oder ähnliches haben.





Damit alles etwas einfacher geht, ist dieser Umhängebeutel für den Lieblingsmann entstanden. Dabei habe ich festgestellt, wie wenig männliche Stoffe eigentlich in meinem doch nicht unbedeutenden Stoffvorrat zu Hause sind. Die Lieblingsfarben des Mannes sind grün und braun. Das habe ich zwar, aber nur so viel, dass ich hätte einen Puppenbeutel schneidern können. Zwei Stoffe gibt es, die extra für ihn angeschafft wurden, ein Fatquarter mit Fahrrädern aus dem mal endlich eine Handytasche entstehen soll und der sowieso zu klein für eine Umhängetasche wäre und ein grüner Stoff mit grinsenden Zebras - wird mal 'ne Schlafanzughose - aber damit kann man doch einen armen humpelnden Mann, der sich ohnehin mit seinen ewig weiten Jogginghosen und nicht zugebundenen Schuhen (geht ja auch nicht alleine) durch die Gegend schwingen muss, nicht losziehen lassen.

Gefunden habe ich noch blauen Cordstoff, lang genug um damit auch einen Träger zu gestalten und etwas Maritimes. Schließlich wohnen wir an der See. Für's Innenfutter habe ich noch ein bisschen braun-blau karierte Baumwolle aus der Stoffkiste gezogen. Richtig doll isses nicht, aber es erfüllt seinen Zweck.

Im Innenfutter gibt es eine kleine Extratasche in der sich Schlüssel und Geld oder Mobiltelefon verstecken lassen und die man mit Klett verschließen kann.



Die Besonderheit an der Tasche sind die beiden Schlaufen außen. Hier nämlich kann eine der Gehhilfen eingehängt werden. So bleiben beim Treppensteigen die Hände für das Geländer und die andere Krücke frei.


Sorgen mache ich mir auch weiter und der Mann ist verpflichtet, sich nach Ankunft in der jeweiligen Praxis und beim Eintreffen zu Hause wenigstens per SMS zu melden.




Montag, 17. März 2014

Ungewollter Ausnahmezustand

herrscht derzeit in unserem Haushalt . Weil der Lieblingsmann sich heldenhaft einem Einbrecher - der sich an einem Samstagvormittag (!!!) in unserer Wohnung herumtrieb und neben neben Kameras und Objektiven auch alle Kopien der lieblingsmannschen Doktorarbeit (zwei Laptops, ein USB-Stick in einem der Rechner, 1 Stick in der Arbeitstasche) einsackte - im wahrsten Sinne des Wortes hinterherstürzte und dabei die Treppe hinunterfiel, ist er nun, wie er selbst sagt, nicht krank sondern nur am Knie kaputt. Unterschenkelkopffraktur und Kreuzbandriss machen das rote Sofa im Arbeitszimmer zu seinem aktuellen Aufenthaltsort. An Einkaufen, Müll rausbringen, Kochen und viele andere Haushaltsdinge, die der Mann ansonsten ganz selbstverständlich und für mich und meine Fahrtzeiten äußerst bequem und praktisch erledigt, ist nun kaum zu denken. Entsprechend kommt katjagemachtes im Moment (und sicher auch noch eine ganze Weile) vor allem aus der Küche und eher nicht von einer Nadel.
Obwohl ich mich die letzten Jahre ganz ehrlich immer mehr darum gedrückt habe zu kochen, macht es mir ziemlichen Spaß in Rezepten herumzuwühlen, mich auf Blogs inspirieren zu lassen und ein bisschen auszuprobieren. Dass der Lieblingsmann immer voll des Lobes ist, tut natürlich auch sein übriges.
Die Pendelei, die Arbeit, Einkäufe, Aufräumarbeiten, Apothekenbesuche und Kocherei lassen allerdings sehr wenig vom Tag übrig, trotzdem hoffe ich doch, hier bald wieder das ein oder andere gehandwerkelte Stück vorzuführen.
Bis dahin "beeindrucke" ich euch mal mit dem Sonntagsfrühstück. Es gab (und das war zugegebenermaßen eine wohl eher egoistische Entscheidung) Blueberry Pancakes. Geschmeckt haben sie aber ganz wirklich allen.


Abgesehen vom kaputten Bein und einer kaputten Wohnungstür, hatten wir in der Einbruchssache aber ganz schön Glück im Unglück. Trotzdem der Täter Handschuhe trug, konnte er ziemlich schnell identifiziert - er hatte seinen eigenen Rucksack vor unserer Tür stehen lassen - und dann auch gefasst werden. Wir haben alles wieder - vor allem die Doktorarbeit, von der es jetzt selbstverständlich noch weitere Kopien gibt, an Verstecken, auf die ich hier auf gar keinen Fall eingehen werde ;o).

Die Spusi hat diesen Daumenabdruck gefunden - offensichtlich trug der Dieb Wollhandschuhe.